Gleichberechtigung ist mehr als ein gutes Ziel
Gleichstellung von Frauen und Männern – das klingt wie eine Selbstverständlichkeit. Ist es aber nicht. Weltweit sind Frauen noch immer benachteiligt: schlechter bezahlt, seltener in Führungspositionen, häufiger Opfer von Gewalt, weniger politisch vertreten. Genau hier setzt UN Women an – die zentrale Organisation der Vereinten Nationen, wenn es um die Rechte und die Stärkung von Frauen und Mädchen geht.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 verfolgt UN Women ein klares Ziel: Eine Welt, in der Geschlecht keine Rolle mehr spielt, wenn es um Chancen, Sicherheit oder Mitbestimmung geht. Ein wichtiges Ziel, das auch uns von legal data am Herzen liegt, weshalb wir unwomen.at gerne in datenschutzrechtlichen Fragen unterstützen.
Vier Hebel, um Frauen weltweit zu stärken
UN Women kämpft nicht mit leeren Worten, sondern mit gezielter Arbeit in vier zentralen Bereichen:
- Führung und Mitbestimmung: Frauen sollen weltweit stärker in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen vertreten sein – nicht als Ausnahme, sondern als Regel.
- Wirtschaftliche Unabhängigkeit: Wer finanziell auf eigenen Beinen steht, hat mehr Macht über das eigene Leben. UN Women fördert deshalb Projekte, die Frauen Zugang zu Bildung, Jobs und fairen Löhnen ermöglichen.
- Freiheit von Gewalt: Ob häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe oder Menschenhandel – UN Women setzt sich dafür ein, dass Frauen und Mädchen sicher leben können. Weltweit. Immer.
- Frieden, Sicherheit und humanitäre Hilfe: In Krisengebieten sind Frauen besonders verwundbar – gleichzeitig aber oft zentrale Akteurinnen für Frieden und Wiederaufbau. UN Women sorgt dafür, dass ihre Stimmen nicht überhört werden.
Warum braucht es UN Women überhaupt?
Die nackten Zahlen zeigen:
- Gleichberechtigung existiert nur auf dem Papier.
- Frauen verdienen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer.
- In nationalen Parlamenten sind nur etwa 26 Prozent der Sitze von Frauen besetzt.
- Jeden Tag erleben weltweit Millionen Frauen Gewalt, nur weil sie Frauen sind.
UN Women ist deshalb nicht nur eine von vielen UN-Organisationen – sie ist die treibende Kraft, die alle anderen UN-Institutionen beim Thema Geschlechtergerechtigkeit koordiniert und zur Rechenschaft zieht.
Von vier zu einer starken Stimme
Bevor es UN Women gab, waren vier verschiedene UN-Einrichtungen für Frauenthemen zuständig – oft mit wenig Budget und ohne klare Zuständigkeit. Mit der Gründung von UN Women hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen 2010 die Kräfte gebündelt: ein Name, eine Stimme, eine starke Agenda für Frauenrechte weltweit.
Die Arbeit basiert auf klaren rechtlichen Grundlagen – darunter die berühmte Beijing-Plattform von 1995 und das internationale Abkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung gegen Frauen (CEDAW). Aber Papier allein verändert keine Welt. Deshalb bringt UN Women die Theorie in die Praxis – durch enge Zusammenarbeit mit Regierungen, NGOs, Frauenbewegungen und der Privatwirtschaft.
Kommentar: Gleichberechtigung ist keine Verhandlungssache
Was man sich in Deutschland oft nicht mehr vorstellen kann: In vielen Teilen der Welt ist es noch immer gefährlich, eine Frau zu sein – ganz besonders, wenn man sich wehrt. UN Women macht den Unterschied zwischen Symbolpolitik und echtem Fortschritt.
Gendergerechtigkeit braucht mehr als Sonntagsreden – sie braucht Mut, klare Ziele und vor allem den Willen, Dinge wirklich zu verändern. UN Women tut genau das. Doch solange ihre Arbeit notwendig ist, bleibt klar: Die Welt ist noch lange nicht gleichberechtigt.




