Datenschutz-Profis aus aller Welt treffen sich in Spanien

Barcelona zeigte sich nicht nur von seiner sonnigen Seite – sondern auch als Hotspot für Datenschutz-Expertinnen aus aller Welt. Die 10. Konferenz des International Network of Privacy Law Professionals (INPLP) war ein voller Erfolg: Teilnehmerinnen aus 35 Ländern kamen zusammen, um sich über die drängendsten Themen rund um Daten, Regulierung und Technologie auszutauschen. Auch wir von legal data haben teilgenommen.

Ein großes Dankeschön ging an die lokale Gastgeberin Belen Arribas Sanchez, die für einen reibungslosen Ablauf vor Ort sorgte. Neben spannenden Vorträgen, einem Besuch der EU-Kommission in Barcelona und viel Fachinput kam auch das Kulinarische nicht zu kurz – was, wie man hört, viele inspirierende Gespräche befeuerte.

50 Mitgliedsländer – Datenschutz wird global

Dieses Jahr hatte INPLP gleich doppelten Grund zur Freude: Mit dem 50. Mitgliedsland wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. In nur wenigen Jahren ist aus einer regionalen Initiative ein weltumspannendes Netzwerk von Datenschutz-Expert*innen geworden.

Gegründet 2015 unter dem Dach von EuroCloud Austria, startete das Projekt als Fachaustausch im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Unter dem Namen CPC wurde die Organisation 2017 nach Luxemburg verlegt und entwickelte sich rasch weiter. Spätestens mit der Umbenennung in INPLP im Jahr 2020 und dem Start des Projekts GDPR Fines Database war klar: Hier entsteht eine zentrale Plattform für alle, die sich beruflich mit Datenschutz beschäftigen.

Heute zählt INPLP zu den wenigen internationalen Netzwerken, die sich gezielt auf rechtliche und praktische Fragen des Datenschutzes konzentrieren – und das länderübergreifend.

Wissen teilen, Netzwerke nutzen, Projekte realisieren

Was macht INPLP so besonders? Es ist der Mix aus Praxisnähe, Internationalität und Expertise. Statt anonymen Großstrukturen setzt man auf gezielte Partnerschaften mit ausgewählten Mitgliedern pro Land. So entsteht ein Netzwerk, das nicht nur Know-how austauscht, sondern konkrete Mehrwerte schafft – sei es durch gemeinsame Forschungsprojekte, länderspezifische Analysen oder konkrete Aufträge.

Ein weiteres Plus: Die Plattform veröffentlicht regelmäßig Kurzbeiträge zu aktuellen Themen rund um Datenschutz, Technologie und Regulierung – mittlerweile über 300 Beiträge, gelesen von hunderttausenden Fachleuten weltweit. So wird auch für Außenstehende sichtbar: Datenschutz ist nicht trocken, sondern hochrelevant – und INPLP liefert dazu den passenden Kontext.

Klartext zum Thema Datenschutz-Netzwerke

Der Erfolg von INPLP zeigt: Datenschutz ist längst kein Nischenthema mehr. Wer international tätig ist, kommt um grenzüberschreitende Zusammenarbeit nicht herum – erst recht nicht, wenn es um persönliche Daten geht. Doch genau hier liegt die Krux: Nationale Regeln, unterschiedliche Auslegungen, wachsende Unsicherheiten.

Worauf man achten sollte? Exklusivität darf nicht zur Intransparenz führen. Ein Netzwerk lebt vom Austausch – und nicht vom Elitedenken. Wer Datenschutz stärken will, muss auch Brücken bauen – nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen Expert*innen und denen, die Schutz am meisten brauchen: den Menschen.

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